Wiltrud Jehle, 2004
Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich, Departement für Nutztiere
Kontakt: swindler@vetclinics.unizh.ch
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, bei Kühen mit Gebärparese den Elektrolytverlauf im Blutserum und den Therapieerfolg nach Infusion einer grossen Menge Kalzium zu untersuchen.
Dreissig an Gebärparese erkrankte Kühe wurden in zwei Gruppen à 15 Tiere eingeteilt. Die Kühe beider Gruppen wurden intravenös mit 1000 ml einer Kalzium-Lösung behandelt. Die Lösung enthielt insgesamt 31.3 g Kalzium, 5.5 g Magnesium und 14.2 g Phosphor in Form von Phosphit. Die eine Gruppe wurde mit 200 ml Kalziumlösung im Sturz, gefolgt von 800 ml im Dauertropf über sechs Stunden behandelt. Die andere Gruppe erhielt 500 ml im Sturz und 500 ml im Dauertropf. Blutproben zur Bestimmung der Konzentration von Kalzium, ionisiertem Kalzium, Magnesium und anorganischem Phosphat wurden über einen Zeitraum von drei Tagen entnommen.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, bei Kühen mit Gebärparese den Elektrolytverlauf im Blutserum und den Therapieerfolg nach Infusion einer grossen Menge Kalzium zu untersuchen.
Dreissig an Gebärparese erkrankte Kühe wurden in zwei Gruppen à 15 Tiere eingeteilt. Die Kühe beider Gruppen wurden intravenös mit 1000 ml einer Kalzium-Lösung behandelt. Die Lösung enthielt insgesamt 31.3 g Kalzium, 5.5 g Magnesium und 14.2 g Phosphor in Form von Phosphit. Die eine Gruppe wurde mit 200 ml Kalziumlösung im Sturz, gefolgt von 800 ml im Dauertropf über sechs Stunden behandelt. Die andere Gruppe erhielt 500 ml im Sturz und 500 ml im Dauertropf. Blutproben zur Bestimmung der Konzentration von Kalzium, ionisiertem Kalzium, Magnesium und anorganischem Phosphat wurden über einen Zeitraum von drei Tagen entnommen.
Vor der Behandlung lag die durchschnittliche Konzentration des Gesamtkalziums bei 1.20 ± 0.46 mmol/l und die des ionisierten Kalziums bei 0.67 ± 0.23 mmol/l Blutserum. Die Magnesiumkonzentration betrug durchschnittlich 1.20 ± 0.27 mmol/l und die anorganische Phosphatkonzentration 0.52 ± 0.31 mmol/l.
Unabhängig von der initial im Sturz infundierten Menge konnte innerhalb von 10 Minuten eine Hyperkalzämie erreicht werden, welche über einen Zeitraum von acht Stunden bestehen blieb. 24 und 48 Stunden nach Therapiebeginn lag die Kalziumkonzentration in beiden Gruppen erneut deutlich unter dem Normalbereich. Nach 72 Stunden waren die Werte wieder normal.
Die Konzentration des anorganischen Phosphats stieg langsam und verzögert an und erreichte den Normalbereich innerhalb von acht Stunden nicht. 48 und 72 Stunden nach Infusionsbeginn lag eine Normophosphatämie vor.
Der Therapieerfolg der beiden Gruppen unterschied sich nicht. Er war auch nicht besser als der mit 600 ml der gleichen Lösung in einer früheren Untersuchung erzielte Erfolg (SALIS 2002). Nach einer einmaligen Behandlung waren 46.6 % der festliegenden Kühe geheilt. Dieser Therapieerfolg liegt im unteren Bereich der in der Literatur beschriebenen Ergebnisse.
English Version