Dissertationen 1996-2016

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Wirksamkeitsprfung des Mistelprparates Iscador®M in der Mastitistherapie beim Rind

Irena Marc, 2006

Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich, Departement fr Nutztiere, Klinik fr Fortpflanzungsmedizin

Kontakt: swindler@vetclinics.uzh.ch

Im Rahmen dieser Arbeit wurde untersucht, ob das kommerzielle Mistel-Prparate (Viscum album) Iscador®M (Weleda, Arlesheim) bei gesunden und chronisch an Mastitis erkrankten Khen einen immunmodulatorischen und stimulatorischen Einfluss besitzt. Zunchst wurden bei gesunden Khen die Lokalreaktion und Gewebevertrglichkeit bei subkutaner Verabreichung von Iscador®M evaluiert und eine etwaige klinische sowie immunstimulierende Wirkung berprft. Dabei zeigte sich, dass Iscador®M gut vertragen wird und ausser einer lokalen entzndlichen Reaktion im Bereich der Injektionsstelle keine anderen, klinisch erfassbaren Nebenwirkungen verursachte. Die Bestimmung des Profils der verschiedenen Blutzellfraktionen (Lymphozyten, Monozyten, eosinophilen Granulozyten, basophilen Granulozyten und neutrophilen Granulozyten) zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen den Kontrollen und mit Iscador® behandelten Khen. Iscador®M stimulierte auch in vitro die Proliferation der PBMC (peripheral blood mononuclear cells) nicht. Bei der Analyse der anti-ML-1 Antikrper wurden insbesondere Antikrper vom IgG-Typ gefunden und es fiel auf, dass bei allen Khen im Gegensatz zum Menschen schon vor Iscador®-Behandlung ein niedriger Antikrpertiter im Blut zu beobachten war. Die Verabreichung von Iscador®M fhrte bei allen Khen zu einem Anstieg des Antikrpertiters. Die Intensitt der humoralen Immunantwort war individuell unterschiedlich. Im weiteren Verlauf der Arbeit wurden die zellulre und humorale Immunreaktion von chronisch mastitis-kranken Khen bei Behandlung mit Iscador®M untersucht. Die Quantifizierung der verschiedenen Blutzellen (Lymphozyten, Monozyten, eosinophile Granulozyten, basophile Granulozyten und neutrophilen Granulozyten) ergab dabei keine Unterschiede zwischen den Kontrollen und und den mit Iscador® behandelten Khen. Um genauere Aussagen ber den Anteil der unterschiedlichen Lymphozytensubpopulationen machen zu knnen, wurden in weiteren FACSAnalysen einige Zellpopulationen in der Milch sowie im Blut bestimmt. Dabei stellte sich heraus, dass Iscador®M auch keine Vernderungen im Anteil der CD4 (T-Helfer-), CD8 (Suppressor-/Zytotoxischen T-) und CD21 (B-Zellen) Zellen im Vergleich zur Kontrollgruppe verursachte. Die Analyse der Phagozytoseaktivitt der Monozyten zeigte ebenfalls keine Unterschiede zwischen den Gruppen. Unter der Iscador®-Behandlung kam es im hheren Dosisbereich bei den Khen zur starken Produktion von anti-ML-1 Antikrpern des IgG-Typs. Niedrige Antikrpertiter konnten schon vor der Iscador®-Exposition bei allen Khen nachgewiesen werden. Der Verlauf und die Strke des Antikrperaufbaus waren in jeder Gruppe individuell unterschiedlich. Die systemische Behandlung der Khe mit Iscador® hatte auch keinen Einfluss auf die Milchbakteriologie und die Zellzahl. Bei den Analysen dieser Daten fiel auf, dass die Zellzahl trotz unverndertem bakteriologischen Bild abnahm. Dabei konnte ein Zusammenhang zwischen der Zellzahl und Haltung sowie Melktechnik vermutet werden. Die Annahme einer bertragbarkeit der Resultate zur systemischen Mistelbehandlung mit Iscador® in der humanmedizinischen Krebstherapie auf eine Therapie subklinischer Mastitiden bei Khen konnte in dieser Arbeit nicht besttigt werden.

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