Vetsuisse-Fakultät

Dissertationen 1996-2013

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Stellt eine reduzierte Insulinsensitivität einen Marker für akute Höhenkrankheit dar?

Kerstin Spliethoff, 2011

Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich, Institut für Veterinärphysiologie

Kontakt: sekretariat@vetphys.uzh.ch

Dexamethason (Dex) verringert bei Bergsteigern die Symptome der Höhenkrankheit. Neben den gewünschten Effekten hat Dex viele Nebenwirkungen, wie z.B. eine Verschlechterung des Glukosemetabolismus, Euphorie und Schlaflosigkeit. Ziel der Studie war es, durch die Analyse von Parametern von Bergsteigern, die 5 Tage auf 4559m Höhe verbrachten, Informationen über den Effekt von Dex auf den Metabolismus in grosser Höhe zu erhalten. Blutproben wurden in Zürich (ZH, 490m) und an den Tagen 2 und 4 auf der Capanna Regina Margherita (MG2, MG4; 4559m) genommen. Das Blutplasma wurde auf verschiedene Hormone wie Insulin, Cholecystokinin (CCK) sowie auf verschiedene Metaboliten wie Glukose untersucht. Eine Probandengruppe bestand aus Bergsteigern, die aufgrund von akuter Höhenkrankheit am Abend von MG2 mit Dex behandelt wurden, eine weitere Gruppe blieb unbehandelt. Neben den erwarteten Effekten von Dex auf den Glukosemetabolismus (Glukose, Insulin und Laktat am Tag 4 erhöht) hatte die mit Dex behandelte Gruppe bereits in Zürich, d.h. vor jeglicher Behandlung und Höhenexponation, eine geringere Insulinsensitivität. CCK war in der mit Dex behandelten Gruppe im Vergleich zur unbehandelten Gruppe an MG4 niedriger. Wir vermuten, dass Individuen mit niedriger Insulinsensitivität empfänglicher für akute Höhenkrankheit sind. CCK könnte am positiven Effekt von Dex auf höhenbedingte Appetitlosigkeit beteiligt sein. Insulin Sensitivität, Höhenkrankheit, Dexamethason

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