Museum zur Geschichte der Veterinärmedizin und A. und M. Mahler Microscope Collection Zürich

Das Museum zeigt anhand von Instrumenten und Dokumenten aus der Fakultät sowie von Utensilien aus der Praxis den Wandel der Veterinärmedizin von einem handwerklichen zu einem naturwissenschaftlichen Beruf. Die Ausstellung bietet zudem auf unterhaltsame Weise einen eindrücklichen Einblick in die Geschichte der Veterinärmedizin an der Universität Zürich.

Vor 300 Jahren: Krankheiten bedrohen den Viehbestand

Das Vieh frisst nicht mehr wie zuvor, die Kühe geben weniger Milch, ein Kalb ist gestorben...

Der Bauer ist auf sich selbst gestellt. Kann ihm ein geschickter Nachbar, der Hufschmied oder der Abdecker helfen? Im Nachbardorf wohnt ein berühmter "Viehdoktor". Aber auch dieser ist mit seinen «Kuren» hilflos. Der Pfarrer verliest nach der Predigt «Rezepte gegen Viehpresten».

Alle Bemühungen sind vergeblich. Stall um Stall wird von der Viehseuche ergriffen.

Vor 200 Jahren: «Tierarzneischulen» werden gegründet

  • 1762 eröffnet Claude Bourgelat in Lyon die erste Tierarzneischule der Welt.
  • 1806 öffnet die Berner Schule ihre Pforten.
  • 1820 wird in Zürich im Haus «Feldegg» eine Tierarzneischule eingerichtet. An dieser «Berufsschule» lernen junge Männer die Tierarznei. Das tierärztliche Handwerk wird nach und nach zu einer Wissenschaft.

Vor 100 Jahren: Die Veterinär-medizinische Fakultät entsteht

1902 nimmt nach einer kantonalen Volksabstimmung die Veterinär-medizinische Fakultät als fünfte Fakultät der Universität Zürich den Betrieb auf.

Hervorragende Lehrer und Forscher festigen den Ruf der Zürcher Schule. Neue Institute und Kliniken entstehen. Der Standort im Selnau wird eng. 1959 kann nach einer kantonalen Abstimmung das Tierspital an der Winterthurerstrasse gebaut werden.

Die A. und M. Mahler Microscope Collection Zürich

Die Microscope Collection präsentiert eine reiche Sammlung an Mikroskopen aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert, welche als Forschungs- und Diagnostikinstrumente auch in der Veterinärmedizin eine bedeutende Rolle spielten und spielen.

Ein Forschungsinstrument revolutioniert die Wissenschaft

Die Geschichte des Mikroskopes beginnt anfangs des 17. Jahrhunderts. Zu Beginn hat sich die medizinische Forschung nur zögernd des neuen Gerätes bedient. Mit der Entdeckung der Körperzellen, der krankheitsbedingten Gewebeveränderungen und der Mikroorganismen aber befassen sich die Mediziner intensiv mit mikroskopischen Untersuchungen.

Albert Mahler-Lee (1911–2000) hat sich zeitlebens mit dem Lichtmikroskop befasst und eine einmalige Sammlung von Instrumenten aus drei Jahrhunderten geschaffen.