«Jeden Tag kommt etwas Neues dazu.»

 

Professorin | Infektionspathologie | Veterinärmedizinerin

Laufbahn

1993 – 1998 Studium, Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich
1999 – 2002 Dissertation, Institut für Veterinärpathologie, Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich
2009 Postdoc, University of Louisville, Kentucky, USA
2008 Habilitation in Veterinärpathologie, Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich
Seit 2013 Assistenzprofessorin, Institut für Veterinärpathologie, Universität Zürich
 
Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?
Die Vielseitigkeit meiner Tätigkeit (Forschung, Lehre und Diagnostik) macht meine Arbeit spannend. Ich lerne laufend, und jeden Tag kommt etwas Neues dazu.
 
Gab es in Ihrer Karriere besonders prägende Durststrecken oder Misserfolge? Wie überwanden Sie diese?
Nicht immer wird eine Publikation oder ein Forschungsantrag gleich beim ersten Mal angenommen. Es lohnt sich, eine Absage nicht persönlich zu nehmen. Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Ein Misserfolg kann auch anspornend sein, es das nächste Mal besser oder anders zu machen.
 
Welche Person / welche Institution hat Sie in Ihrem beruflichen Umfeld am stärksten unterstützt?
Mein ehemaliger Chef und Institutsleiter hat mich von Anfang an stark unterstützt. Er hat es mir früh ermöglicht, an Kongressen und Tagungen teilzunehmen. Dabei konnte ich ein eigenes Netzwerk aufbauen und neue Kontakte knüpfen.
 
Welche Massnahmen ergreifen Sie als Professorin, um den wissenschaftlichen Nachwuchs (insbesondere Frauen) an Ihrem Institut zu fördern?
Ich war Programmkoordinatorin des Mentoring- Programmes (VetMENT) an der Vetsuisse-Fakultät Zürich. Dabei konnte ich einen guten Einblick in die Nachwuchsförderung erlangen und wurde auf die Probleme und Hindernisse sensibilisiert, die sich im Lauf der akademischen Karriere ergeben. In Bezug auf die Nachwuchsförderung finde ich regelmässiges Feedback und Wertschätzung sowie ein offenes Ansprechen von Problemen und eine gute Planung enorm wichtig.
 
Ist es aus Ihrer Sicht eine Herausforderung, die Balance zwischen Forschung und der praktischen Arbeit in der Klink zu halten? Wie gehen Sie damit um?
Das ist sicher eine grosse Herausforderung. Es ist sinnvoll, nach Möglichkeit reservierte Zeiten für die Forschung zu definieren. Vergleichbare Modelle («Protected Time») gibt es bereits in der Humanmedizin und sollten weiter gefördert werden.