Anja Kipar

Prof. Dr. Anja Kipar

Professorin Veterinärpathologie | Veterinärmedizinerin

«Es hilft, sich nicht unnötig ernst zu nehmen.»

 

Laufbahn

1983 – 1989 Studium der Veterinärmedizin, Justus- Liebig-Universität Giessen
1994 Dissertation, Justus-Liebig-Universität Giessen
2002 Habilitation, Justus-Liebig-Universität Giessen
2001 – 2013 Senior Lecturer, später Professor of Veterinary Pathology, University of Liverpool
2011 – 2013 Professor of Veterinary Pathology, University of Helsinki
Seit 2013 Ordentliche Professorin für Veterinärpathologie, Universität Zürich
 
Gab es in Ihrer Karriere besonders prägende Durststrecken oder Misserfolge? Wie überwanden Sie diese?
Ich habe in meiner Karriere echte Durststrecken vermieden, indem ich nie abwartend passiv war, sondern stets selbst die Initiative ergriffen habe.
 
Welche Person / welche Institution hat Sie in Ihrem beruflichen Umfeld am stärksten unterstützt?
Neben Prof. Manfred Reinacher in Giessen und Prof. Malcolm Bennett in Liverpool darf ich die Unterstützung von meinem Partner nicht unerwähnt lassen. Er hat einen grossen Teil meines beruflichen Nomadenlebens mit Enthusiasmus und umfassender tatkräftiger Unterstützung, auch beruflich, mitgetragen.
 
Welche Massnahmen ergreifen Sie als Professorin, um den wissenschaftlichen Nachwuchs (insbesondere Frauen) an Ihrem Institut zu fördern?
Die Kombination aus diagnostischer Tätigkeit und Forschungstraining durch die Mitarbeit an interdisziplinären Projekten soll auf die spätere, oft sehr variable Tätigkeit in Industrie, Forschungsinstituten, Universität und diagnostischen Labors vorbereiten. Dies ist meiner Erfahrung nach erforderlich, um den wechselnden Anforderungen unseres Berufs gerecht zu werden und möglichst viele Optionen zu haben.
 
Welche Tipps geben Sie einer Jungforscherin auf den Weg, die eine akademische Karriere ins Auge fasst?
Eine akademische Laufbahn erfordert viel Eigeninitiative, Flexibilität und Entscheidungsfähigkeit, da man immer wieder Gelegenheiten ergreifen und oft auch wieder von vorn anfangen muss. Da hilft es, sich selbst nicht unnötig ernst zu nehmen.
 
Ist es aus Ihrer Sicht eine Herausforderung, die Balance zwischen Forschung und der praktischen Arbeit in der Klink zu halten? Wie gehen Sie damit um?
Für mich als sogenannte «Paraklinikerin» stellt sich dieses Problem nicht. Bei den umfangreichen administrativen Aufgaben meines Jobs noch ausreichend Zeit für meine Forschung zu haben, ist allerdings nicht immer einfach.