lehner

Prof. Dr. Anglika Lehner

Titularprofessorin am Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene

Funktion: Forschungsgruppenleiterin

Leiterin Zebrafisch Versuchstiereinheit

Forschungsgebiet: Molekulare Lebensmittelmikrobiologie

«Bakterien: von den wahren Meistern lernen!»

 

Laufbahn

1993 – 1992 Studium der Biologie, Universität Wien, Österreich
1992: «Magister rer. nat.» Schwerpunkt: Genetik und Mikrobiologie
1992 – 1995 Doktoratsstudium: in Genetik und Mikrobiologie, Universität Wien, Österreich
1995: Dr. rer. nat. (PhD) Doktorarbeit: “RFLP and RAPD mapping in Norway spruce (Picea abies (L) Karst.)”
1995 – 2000 Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Institut für Milchhygiene, Veterinärmedizinische Universität Wien
2000 – 2003 PostDoc am Lehrstuhl für Mikrobiologie, Technische Universität München, Deutschland Thema: «Development of phylogenetic Microarrays (Phylochips)”
2003 – 2004 Leiterin Forschung & Entwicklung in der Firma „Vermicon“, München, Deutschland
2004 – 2008 Habilitation am Institut f. Lebensmittelsicherheit und Hygiene¨, Universität Zürich, Schweiz Titel: «From Enterobacter sakazakii to Cronobacter spp.- investigating a foodborne pathogen».
2008: Venia legendi: «Molekulare Lebensmittelmikrobiologie»
2014 – heute Titularprofessorin
   

Wissenschaftliche Arbeit versus andere Berufstätigkeit: Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?
Die Faszination für die ungelösten Fragen in den Naturwissenschaften (Mikrobiologie) und das Bestreben zu deren Beantwortung beitragen zu können. Die Möglichkeit Hypothesen aufzustellen und das befriedigende (manchmal euphorische) Gefühl als erste eine Antwort auf eine wissenschaftliche Frage oder einen Ablauf gefunden zu haben.

 

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?
Paradoxer Weise sind es die Momente, wo sich eine erstellte Hypothese als nichtzutreffend herausstellt, die mich am meisten beeindrucken. Es ist die Freude darüber, dass die Evolution weitaus einfallsreicher ist als meine bescheidene Vorstellungskraft.

 

Wenn Sie an Ihre Karriere zurückdenken, gab es einen besonders prägenden Erfolg, auf welchen Sie stolz zurückblicken? Was war die grösste Herausforderung Ihrer Laufbahn?
Die Mitwirkung (+ Mitauthorenschaft) an einer «Nature» Publikation während meiner PostDoc Zeit am Lehrstuhl für Mikrobiologie in München in der Abteilung Mikrobielle Ökologie (Gruppe Michael Wagner).

 

Welche Person / welche Institution hat Sie in Ihrem beruflichen Umfeld am stärksten unterstützt?
Nicht alle meine Forschungsvorhaben über die letzten 16 Jahre waren mit eingeworbenen Drittmittelgeldern verwirklichbar. Vom Institutsleiter Prof. Roger Stephan habe ich oft umfassende Unterstützung für die Durchführung von Forschungsprojekten erhalten. Ich schätze es auch weiterhin mich mit Ihm über die Machbarkeit und Sinnhaftigkeit bestimmter Ideen zu Projekten auszutauschen.  

 

Welche Tipps geben Sie einer Nachwuchsforscherin mit auf den Weg, die eine akademische Karriere ins Auge fasst?
Einen Weg konsequent verfolgen; Jedoch: keine Angst vor «Umwegen». Gerade das (zeitweilige) Verlassen des «geraden» Weges in einer (wissenschaftlichen) Laufbahn » (z.B. in der PostDoc Zeit) kann zu einer Erweiterung des Wissens/Horizonts führen, welche sich bei der Verfolgung einer (universitären) Laufbahn als Vorteilhaft für die eigene Person erweisen kann.