Regula Bettschart-Wolfensberger

Prof. Dr. Regula Bettschart-Wolfensberger

Professorin für Anästesiologie

Funktion: Leiterin Abteilung für Anästhesiologie Stellvertretende Departementsleiterin

Facharzttitel: Diplomate ECVAA

Forschungsgebiet: Anästhesiologie

«Ich habe noch viele offene Fragen zu meiner Tätigkeit.»

 

Laufbahn

1985 – 1990 Studium der Veterinärmedizin, Universität Zürich
1993 Dissertation, University of Zürich: Diagnosis of liver flukes in cows – a comparison of the findings in the liver, in the feces, and in the bile.
1997 Diplomate of the European College of Veterinary Anaesthesia. Residency in Veterinary Anaesthesiology (Alternative programme with yearly 3-4 months rotations in Newmarket, UK; University of Philadelphia, USA; University of California, Davis, USA), supervisor Prof. Polly Taylor, Newmarket.
1997 – 1999 PhD Thesis, University of London (UK): Total intravenous anaesthesia in horses using medetomidine and propofol.
2004 Habilitation, University of Zürich: Clinical evaluation of propofol-medetomidine in Equidae.
seit 2007 Titularprofessorin, Universität Zürich
2015 – heute Extraordinaria ad personam
 
 
Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?
Ich habe mich nicht für die Wissenschaft entschieden sondern für die Tätigkeit als Tieranästhesistin. Wissenschaft zu betreiben ist lediglich ein Teil meiner Aufgabe. Die meiste Zeit verbringe ich mit der Ausbildung von Lernenden.
 
Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?
Jeden Abend gehe ich nach Hause und habe noch viele offene Fragen zu meiner Tätigkeit, auf die ich Antworten finden möchte. Meine Tätigkeit verbindet klinisches, hochspezialisiertes Arbeiten als Tierärztin mit Forschung am Patienten für den Patienten. Besonders ist zudem, dass wir Studierenden das Rüstzeug mitgeben, um das Leiden von Tieren zu reduzieren.
 
Welche Massnahmen ergreifen Sie, um den wissenschaftlichen Nachwuchs an Ihrem Institut zu fördern?
Ich versuche auf jede Situation möglichst flexibel zu reagieren und den Frauen ihr schlechtes Gewissen zu nehmen, wenn sie beispielsweise wegen Krankheit eines Kindes zu Hause bleiben müssen und dadurch vorgegebene Zeitpläne und Ziele entsprechende Anpassungen verlangen.
 
Welche Tipps geben Sie einer Jungforscherin auf den Weg, die eine akademische Karriere ins Auge fasst?
Die Forschung ist ein schnelles und von vielen Einflüssen geprägtes Feld – vieles ist nicht bis ins Detail planbar. Familie und Karriere zu kombinieren ist vor allem dann möglich, wenn beidseits die Infrastruktur stimmt.
 
Wie finden Sie die Balance zwischen Forschung und der praktischen Arbeit in der Klink?
Klinische Arbeit mit Forschung zu verbinden, ist grundsätzlich mit zusätzlichem Aufwand und einer nicht klar kalkulierbaren Studienlänge verbunden. Es bewährt sich, ruhig und flexibel zu bleiben, wenn beispielsweise ein Ausschluss von Patienten zu einem Abbruch von ganzen Forschungsreihen führt und dadurch Ablauf und Planung neu durchdacht werden müssen.
 
Prof. Dr. Bettschart-Wolfensberger hat zwei Kinder