Nicole Borel

Prof. Dr. Nicole Borel

Professorin für Infektionspathologie

Funktion: Forschungsgruppenleiterin;

Facharzttitel: FVH Pathologie Diplomate ECVP

Forschungsgebiet: Infektionspathologie mit Schwerpunkt Chlamydien

«Jeden Tag kommt etwas Neues dazu.»

 

Laufbahn

1993 – 1998 Veterinärmedizin, Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich
1999 – 2002 Dissertation, Institut für Veterinärpathologie, Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich
Thema: Chlamydial abortion in sheep: Seroprevalence studies in Switzerland using a competitive ELISA (cELISA)
2005 FVH Spezialisierung Veterinärpathologie
2008 Venia Legendi (Habilitation) in Veterinärpathologie, Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich. Thema: Chlamydial abortion in ruminants: Serological, epidemiological and zoonotic investigations
2009

Postdoc, University of Louisville, Kentucky, USA

Fachgebiet Infektiologie, Thema: Persistent Chlamydia pneumoniae infection in human coronary atheromas

2011 Diplomate of the European College of Veterinary Pathology (Dipl. ECVP)
2013 – 2019 Assistenzprofessorin mit tenure track, Institut für Veterinärpathologie, Universität Zürich
2020 – heute ausserordentliche Professorin Infektionspathologie mit Schwerpunkt Chlamydien, Institut für Veterinärpathologie, Universität Zürich
   

Wissenschaftliche Arbeit versus andere Berufstätigkeit: Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?
Neue Erkenntnisse zu generieren und sich vertieft mit einem Thema auseinanderzusetzen ist sehr spannend und eng mit der wissenschaftlichen Tätigkeit (Forschung) verknüpft. Zudem bereitet mir die Nachwuchsförderung grosse Freude und das Begleiten talentierter junger Wissenschaftler*innen bei ihren Fortschritten.

 

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?
Die Vielseitigkeit meiner Tätigkeit (Forschung, Lehre und Diagnostik) macht meine Arbeit spannend. Ich lerne laufend, und jeden Tag kommt etwas Neues dazu.

 

Wenn Sie an Ihre Karriere zurückdenken, gab es einen besonders prägenden Erfolg, auf welchen Sie stolz zurückblicken? Was war die grösste Herausforderung Ihrer Laufbahn?
Eine grosse Herausforderung war es mich zwischen der Praxistätigkeit und der wissenschaftlichen Karriere zu entscheiden. Rückblickend bin ich froh, mich für die Forschung entschieden zu haben.

 

Welche Person/ welche Institution hat Sie in Ihrem beruflichen Umfeld am stärksten unterstützt?
Mein ehemaliger Chef hat mich von Anfang an stark unterstützt. Er hat es mir früh ermöglicht, an Kongressen und Tagungen teilzunehmen. Dabei konnte ich ein eigenes Netzwerk aufbauen und neue Kontakte knüpfen.

 

Welche Massnahmen ergreifen Sie als Professorin, um den wissenschaftlichen Nachwuchs (insbesondere Frauen) an Ihrem Institut zu fördern?
Ich war Programmkoordinatorin des Mentoring Programmes (VetMENT) an der Vetsuisse-Fakultät Zürich. Dabei konnte ich einen guten Einblick in die Nachwuchsförderung erlangen und wurde auf die Probleme und Hindernisse sensibilisiert, die sich im Lauf der akademischen Karriere ergeben. In Bezug auf die Nachwuchsförderung finde ich regelmässiges Feedback und Wertschätzung sowie ein offenes Ansprechen von Problemen und eine gute Planung enorm wichtig.

 

Welche Tipps geben Sie einer Nachwuchsforscherin mit auf den Weg, die eine akademische Karriere ins Auge fasst?
Hartnäckigkeit und Fleiss zahlen sich aus. Nicht immer wird eine Publikation oder ein Forschungsantrag gleich beim ersten Mal angenommen. Es lohnt sich, eine Absage nicht persönlich zu nehmen. Ein Misserfolg kann auch anspornend sein, es das nächste Mal besser oder anders zu machen.

 

Prof. Dr. Borel reitet in ihrer Freizeit und nimmt an nationalen Springwettbewerben teil.