Manuela Schnyder

Prof. Dr. Manuela Schnyder

Titularprofessorin am Institut für Parasitologie

Funktion: Leiterin der Abteilung für Veterinärparasitologie

Facharzttitel: Diplomate EVPC FVH Labor und Grundlagenmedizin Fachbereich Parasitologie

Forschungsgebiet: Veterinärmedizinische Parasitologie

«Alle sagten: «Das geht nicht.» Dann kam eine, die wusste das nicht, und hat’s einfach gemacht.»

 

Laufbahn

1993 – 1998 Veterinärmedizin an der Universität Zürich
1999 – 2000 Dissertation über „Klassische Schweinepest bei Wildschweinen im Tessin“ an der Veterinärmedizinischen Fakultät in Bern.
2001 – 2003 Assistentin in unterschiedlichen Tierarztpraxen (Nutz- und Kleintiere) im Tessin, im Thurgau und in Frankreich.
2003 – heute Assistentin und Oberassistentin (ab 2006) am Institut für Parasitologie in Zürich. Seit 2014 Wissenschaftliche Abteilungsleiterin für Veterinärparasitologie.
2011 Diplom des European Veterinary Parasitology College
2012 Fachtierärztin FVH in Labor und Grundlagenmedizin
2013 Venia Legendi (‘Habilitation’) in Parasitologie, Universität Zürich.
Thema: “New insights into the diagnosis, treatment, prophylaxis and epidemiology of the metastrongylid nematode Angiostrongylus vasorum in dogs”
2018 –  heute Titularprofessur
   

Wissenschaftliche Arbeit versus andere Berufstätigkeit: Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?
Man kann sagen, dass ich allmählich entdeckt habe, dass mir die Wissenschaft liegt, dass ich mich gerne in ein Thema vertiefe, meine Kenntnisse erweitere, Expertise aufbaue und die Antworten auf offene Fragen erforsche.

 

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?
An meiner Arbeit gefällt mir die Selbstständigkeit, und Expertise und Kompetenzen zu entwickeln, die gefragt sind und der Allgemeinheit (praktizierende TierärztInnen, TierhalterInnen) helfen können.

 

Wenn Sie an Ihre Karriere zurückdenken, gab es einen besonders prägenden Erfolg, auf welchen Sie stolz zurückblicken? Was war die grösste Herausforderung Ihrer Laufbahn?
Die Habilitationszeit war eine herausfordernde Zeit, in die ich viel Energie und (Frei-)Zeit investiert habe. Umso stolzer war ich, dass ich sie in einer kumulativen Arbeit mit einer runden Geschichte abschliessen konnte. Sie hat es mir auch erlaubt, einen Ruf für eine Professur nach München zu erhalten.

 

Welche Person / welche Institution hat Sie in Ihrem beruflichen Umfeld am stärksten unterstützt?
Die grösste Unterstützung habe ich von meinem Vorgesetzten und Institutsleiter Prof. Deplazes erhalten. Er hat mich dabei immer auch zu höheren Herausforderungen gepusht, so dass ich wirklich beruflich und menschlich wachsen konnte.

 

Hatten Sie (besondere weibliche) Vorbilder, die Ihren Werdegang beeinflusst haben? Welche?
Neben meinem direkten Vorgesetzten gab es aus zahlreiche Kolleginnen an der Fakultät, die mir als Vorbilder im unmittelbaren Umfeld gedient haben. Dies war im Alltag besonders stimulierend. Aber auch international, z.B. in Italien, Österreich, Deutschland habe ich Professorinnen mit Wissen und Herz erlebt, die mir als Vorbilder gedient haben.

 

Welche Massnahmen ergreifen Sie als Professorin, um den wissenschaftlichen Nachwuchs (insbesondere Frauen) an Ihrem Institut zu fördern?
Hierbei engagiere ich mich auf den verschiedenen Ebenen: einerseits als Mentorin für Studierende, auch als Ansprechpartnerin für Studentinnen die für mich arbeiten; andererseits indem ich abschliessenden Studentinnen als Doktorandinnen anwerbe, und ihnen den Weg in der Akademie versuche schmackhaft zu machen!

 

Wie stellen Sie Ihre persönliche Work-Life-Balance sicher?
Am einfachsten gelingt es mir, indem ich Sport mache: insbesondere Joggingrunden im Wald! Sie bewirken, dass sich das Gleichgewicht zwischen mentaler und körperlicher Erschöpfung herstellt, aber vor allem machen sie mir Spass: ich sehe immer wieder Neues, erlebe die saisonalen Veränderungen und komme zufrieden zurück. Am Wochenende am liebsten auf Wanderungen, Highlight ist das Baden in einem Bergsee!

 

Welchen Tätigkeiten gehen Sie neben der Forschung, Lehre und Arbeit in der Klinik nach, um sich zu erholen und um Inspiration zu schöpfen?
Während den Ferien reise ich gerne in die Ferne. Idealerweise kommt zuerst das Abenteuer: neue Gegenden sehen, Kontakte knüpfen, Spezielles erleben. Dann noch ein paar Tage Erholung an einem schönen Ort, mit guter Lektüre, liefern mir Energie für die Folgezeit.