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NeCTAR

Gemeinsam Allergien besser verstehen – für Mensch und Tier

Das Network for Comparative and Translational Allergy Research (NeCTAR) verbindet Human- und Veterinärmedizin in einem One Health-Ansatz, um gemeinsame Ursachen allergischer Erkrankungen bei Mensch und Tier zu erforschen und neue Präventions- und Therapieansätze zu entwickeln.

NeCTAR vereint Forschende der Universität Zürich aus der Human- und Veterinärmedizin sowie Partnerinstitutionen, um allergische Erkrankungen aus einer vergleichenden und translationalen Perspektive zu untersuchen. NeCTAR verfolgt einen One-Health-Ansatz und betrachtet die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt als miteinander verbunden. Im Zentrum stehen die Wechselwirkungen zwischen Umwelt (Exposom), Mikrobiom und Immunsystem sowie deren Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf allergischer Erkrankungen.

Allergien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Menschen und Haustieren und haben in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Sie beginnen häufig früh im Leben, beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich und erfordern meist langfristige Behandlungen, die bislang vor allem Symptome lindern. Die parallele Zunahme allergischer Erkrankungen bei Mensch und Tier weist auf gemeinsame Umweltfaktoren sowie den engen Kontakt zwischen Mensch und Tier hin.

Mit einem speziesübergreifenden Ansatz untersucht NeCTAR gemeinsame Krankheitsmechanismen und Risikofaktoren, um neue Wege für Prävention und Therapie in der Human- und Veterinärmedizin zu eröffnen.

 

Forschungsfokus

One Health: Allergien über Artgrenzen hinweg verstehen
Allergische Erkrankungen entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel von Umweltfaktoren, Mikrobiom und Immunantwort. NeCTAR untersucht diese Zusammenhänge vergleichend bei Menschen und Hunden und verbindet Erkenntnisse aus Human- und Veterinärmedizin. Ein besonderer Fokus liegt auf Mensch-Hund-Paaren, die im gleichen Haushalt leben. Dadurch können gemeinsame Umweltbedingungen und biologische Mechanismen unter realen Lebensbedingungen untersucht werden.

Exposom – die Rolle der Umwelt
Das Exposom umfasst die Gesamtheit der Umweltfaktoren, denen ein Organismus ausgesetzt ist – darunter Luft, Pollen, Schadstoffe, Ernährung, soziale Faktoren und mikrobielle Gemeinschaften. NeCTAR untersucht, welche Umweltfaktoren zur Entstehung und Ausprägung allergischer Erkrankungen beitragen und welche davon veränderbar sind.

Mikrobiom – ein Ansatzpunkt für neue Therapien
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des Mikrobioms, insbesondere der Darm- und Hautflora. Erste Ergebnisse aus dem Tierspital Zürich zeigen, dass mikrobiombasierte Interventionen allergische Erkrankungen bei Hunden lindern können. NeCTAR untersucht, welche mikrobiellen Faktoren therapeutisches Potenzial besitzen und wie daraus neue Behandlungsansätze entwickelt werden können.

Translationale Forschung
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen langfristig in beide Richtungen zwischen Human- und Veterinärmedizin übertragen werden und zur Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Ansätze beitragen.

Immunantwort und Krankheitsmechanismen
Durch die gemeinsame Analyse von Exposom, Mikrobiom und Immunantwort sollen krankheitsassoziierte Muster erkannt und neue Biomarker für Diagnostik, Prognose und Therapie identifiziert werden.

Ziele

  • Gemeinsame Mechanismen und Risikofaktoren allergischer Erkrankungen bei Mensch und Tier identifizieren
  • Den Einfluss von Umweltfaktoren und Mikrobiom auf allergische Erkrankungen verstehen
  • Neue mikrobiombasierte Präventions- und Therapieansätze entwickeln
  • Biomarker für Diagnose und Prognose allergischer Erkrankungen erforschen
  • Translationale Erkenntnisse für die Human- und Veterinärmedizin schaffen

Forscher:innen NeCTAR

Weiterführende Informationen

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