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Präventive Veterinärmedizin

Studie aus der Pferdeklinik

Im Forschungsschwerpunkt «Präventive Veterinärmedizin» legt die Vetsuisse-Fakultät Zürich den Fokus auf die Früherkennung und Kontrolle von Infektionskrankheiten sowie auf die Optimierung der Haltungsbedingungen sämtlicher Tierarten.

Die präventive Veterinärmedizin gewinnt im Kontext globaler Gesundheitsherausforderungen zunehmend an Bedeutung. Angesichts der voranschreitenden Globalisierung, des Klimawandels und der produktionsintensiven Tierhaltung stellt sie einen unverzichtbaren Bestandteil moderner Gesundheitsstrategien dar. Anstatt sich primär auf die Behandlung und Eindämmung bereits ausgebrochener Erkrankungen zu konzentrieren, liegt ihr Ziel in der Verhinderung, Früherkennung und nachhaltigen Kontrolle einer möglichen Ausbreitung. Damit leistet sie einen wesentlichen Beitrag zum Tierwohl, zur wirtschaftlichen Stabilität der Tierhaltung sowie zum Schutz der öffentlichen Gesundheit.

Konkret befasst sich die Forschung an der Vetsuisse-Fakultät mit der Entwicklung und Bewertung von Strategien zur Krankheitsprävention auf individueller, betrieblicher und populationsbezogener Ebene. Es werden evidenzbasierte Massnahmen entwickelt, die langfristig zur Gesunderhaltung von Tierpopulationen beitragen, den Einsatz von Antibiotika und Anthelminthika reduzieren und die Übertragung von Krankheitserregern zwischen Tier und Mensch minimieren.

Dazu gehören unter anderem die Analyse von Risikofaktoren für Infektionskrankheiten auf der Grundlage epidemiologischer Untersuchungen, die Evaluation unterschiedlicher Strategien zum Management von Parasitosen, die Verbesserung von Haltungs- und Hygienebedingungen sowie die Überwachung und Kontrolle von Zoonosen mittels interdisziplinärer Ansätze, etwa im Rahmen des «One Health»-Konzepts.