Kleiner Pudel – grosse Sorgen

Angst um Angie

Als wir Angie am Tierspital zum ersten Mal untersuchten, machte die zehnjährige Hündin einen erbärmlichen Eindruck. Ihr Fell wies kahle Stellen auf und ihre Haut war auffallend dünn. Ihre Besitzerin machte sich grosse Sorgen um Angie, denn der Haarausfall hatte bereits vor einem Jahr begonnen. In letzter Zeit stellte sie zudem fest, dass die Hündin ungewöhnlich viel trank und sehr häufig Wasser lassen musste.

Durch die Erkrankung hat Angie ihr schönes Fell eingebüsst.

Krankheitsursache bald gefunden

Die Symptome lieferten uns einen ersten Hinweis auf Angie’s Erkrankung. Unsere Verdachtsdiagnose liessen wir durch eine Reihe von Blut- und Urintests, welche unsere Kollegen vom veterinärmedizinischen Labor durchführten, überprüfen. Ein Hormontest ergab dann die präzise Diagnose: Die Pudeldame litt unter dem Cushing-Syndrom, einer der häufigsten hormonell bedingten Erkrankungen von Hunden.

Heimtückisches Cushing-Syndrom

Das Cushing-Syndrom wird durch einen hohen Anteil des Hormons Cortisol im Blut verursacht. Die Erkrankung entwickelt sich oft schleichend über eine längere Zeitspanne und tritt vor allem bei älteren Hunden auf. Es gibt verschiedene Formen des Cushing-Syndroms, aber bei allen bildet sich ein Tumor. Unsere Radiologieexperten nahmen deshalb eine Computertomographie vor. Diese ergab, dass Angie’s Hirnanhangdrüse bereits von einem Tumor befallen war.

Schonende Behandlung

Der Tumor war glücklicherweise noch sehr klein. Daher konnten wir Angie eine intensive Strahlentherapie ersparen und sie stattdessen medikamentös behandeln. Durch regelmässige Kontrollen bei uns im Tierspital konnten wir verfolgen, dass die Pudeldame rasch und gut auf die gewählte Therapie ansprach. Bereits nach vier Wochen stellten wir wesentliche Verbesserungen fest: Ihr Durst und ihr Harnabsatz hatten sich wieder normalisiert.

Mit Geduld zum Erfolg

Mit jedem Heilungsschritt konnten wir die Medikamentendosis von Angie optimieren und der Hündin so eine möglichst schonende Behandlung bieten. Nach sechs Monaten war das Fell der Pudeldame vollständig nachgewachsen und Angie erfreute sich wieder guter Gesundheit.

Pudeldame Angie hat auf die Therapie sehr gut angesprochen und zeigte sich wieder von ihrer schönsten Seite.